Übergabe eines symbolischen Schlüssels für das Selbstfahrende Multifunktionelle Diagnostische Labor auf der Basis der Diesellokomotive 2TE116 an die Fernöstliche Direktion für Infrastruktur

Am 12. Dezember hat am Bahnhof Rizhsky eine feierliche Zeremonie zur Übergabe eines symbolischen Schlüssels für das Selbstfahrende Multifunktionelle Diagnostische Labor auf der Basis der Diesellokomotive 2TE116 (SMDL-2TE116) an die Fernöstliche Direktion für Infrastruktur stattgefunden.

Es handelt sich um ein weltweit beispielloses Projekt. Zum ersten Mal wurde auf der Basis einer Lokomotive ein echter diagnostischer Komplex geschaffen, der in der Lage ist umfassende Parameter der Infrastrukturobjekte zu inspizieren.

An der Veranstaltung nahmen der oberste Vize-Präsident der OAO RZD V.A. Gapanovich, der Generaldirektor der SAO NPZ Infotrans I.K. Mikhalkin, der Vorsitzende von Rosprofzhel N.A. Nikiforov, der Leiter der Zentraldirektion für Infrastruktur V.N. Suprun und der Leiter des Fernöstlichen Zentrums für Diagnostik und Monitoring der Infrastruktur R.V. Pereguda teil.

Das multifunktionelle Labor ermöglicht die Inspektion des Zustands der Fahrweginfrastruktur, der Leit- und Sicherungstechnik und des Zugfunks bei einer Betriebsgeschwindigkeit von bis zu 100 km/h. Es ermöglicht eine automatisierte Inspektion des Zustands der Fahrweginfrastruktur (Gleisoberbau, Oberleitung, Leit- und Sicherungstechnik, Zugfunk) bei einer Betriebsgeschwindigkeit von bis zu 100 km/h bei einer echten Fahrzeug-Fahrweg-Interaktion und einer Achslast von 23,5 t. Es handelt sich um ein universelles Labor, das sowohl auf elektrifizierten als auch nicht elektrifizierten Strecken eingesetzt werden kann.

Im Rahmen einer Kontrollfahrt werden über 120 Parameter der technischen Infrastrukturobjekte erfasst und über 140 Parameter der automatisierten analytischen Ergebnisauswertung erzeugt.

In einer Lokomotivhälfte sind nicht nur diagnostische Geräte untergebracht, sondern es werden auch komfortable Wohn- und Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter sichergestellt. In der diagnostischen Hälfte befindet sich ein Essbereich, ein Ruhebereich für die Mitarbeiter, eine Duschkabine und eine umweltfreundliche Nasszelle. Das Labor ist ausgestattet mit einer Heiz-, Belüftungs- und Klimaanlage.

Das alles wird ermöglicht durch einen hohen Automatisierungsgrad aller diagnostischen Anlagen. Das Labor ist mit neuen hochtechnologischen Systemen zur Messung der Gleis- und Schienengeometrie mittels speziell dafür entwickelter Scanner, zur Hochgeschwindigkeits-Videoinspektion, zum 3D-Scannen, zur Kontrolle der magnetischen Remanenz der Schienen und mit vielen anderen Systemen ausgestattet. Die installierten automatischen Versorgungssysteme ermöglichen den Anlagenbetrieb unter beinahe beliebigen Witterungsbedingungen.